Pakistan-Fazit




Wer die Berichte liest, dem faellt sicher etwas ganz besonders auf: grosse Gegensaetze. Von gemuetlich, relaxt bis gestresst und angespannt reicht die Gefuehlswelt in den sieben Tagen. Das hat sicher zum einen mit der Situation im Land, und zum anderen mit unserer Reiseart-und route zu tun. Meisstens fuehlten wir uns sehr wohl und sicher, hauptsaechlich durch die freundlichen, zuvorkommenden Pakistaner. Lahore ist eine Stadt wie jede andere, die Punjab-Elite-Police hat uns bestens umsorgt, und Beluchistan strahlt eine rauhe faszination aus.



Hotel in Sibi: wir schlagen unser Quartier im Bureau der Polizeistation auf Die Strassen von Pakistan Karge Wuestenlandschaft in Beluchistan
 

Doch in zwei-drei Staedten war schon eine gewisse Anspannung in der Luft, die ansteckt. In Multan wollte uns keines der guenstigeren Hotels aufnehmen, immer hies es "Full." Als wir abends Essen gingen war keine Frau auf der Strasse zu sehen, auch in den Restaurants nur Maenner. Als wir schliesslich ein Restaurant fanden wo wir nicht in den leeren Familienraum (Frauen und Familien duerfen oft nicht im grossen raum essen) abgeschoben wurden, kam ein englischsprechender Pakistani zu uns an den Tisch,  fragte Charlie nach dem Woher und Wohin, und will wissen:
-" are you alone here?"
 
- "Yes." 
-
"You have no security-guard?" 
-"No"
-"Are you not afraid??"

- "No. Should we be?"
Darauf hellte sich sein Gesicht auf, er lacht und meint:
-"this is a very good sign for my country"

Von Quetta haben wir leider ueberhaupt nichts gesehen, denn hier herrscht nach 18.00 eine Ausgangssperre fuer Auslaender. Wenn man auf die Strasse will, dann nur in Polizeibegleitung.

Pakistan ist sicher nicht ein 08/15-Reiseland, hat aber viel zu bieten, und ein riesen Potenzial. Wir hoffen das sich die Situation im Land schon bald verbessert.




Fuers Foto wird immer ernst geschaut.
Schade, denn eigentlich haben die Jungs sonst immer ein Lachen drauf



 

 
     
     
 



Veröffentlicht am: 14:10:29 21.01.2010   Print Drucken

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